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Training — Grundbausteine

Trainingsplaner für das eigene Training: Basismodule für Gehen, Wandern, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Aquafitness, Ergometer, Skilanglauf, Fitnesstanz, Kraft mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Hanteln, Zirkel, Beweglichkeit und Gleichgewicht, ein Aufwärmen in drei Phasen und ein Wochenplan über 4 bis 12 Wochen mit offengelegten Regeln, Kalenderdatei und Zirkeluhr.

Grundbausteine: Aufwärmen, Hauptteil, Ausklang, Wochenplan mit Entlastung

Grundsätze

Wie viel Bewegung

Erwachsene: 150 bis 300 Minuten moderate oder 75 bis 150 Minuten intensive Ausdauerbewegung je Woche oder eine gleichwertige Mischung, dazu an mindestens zwei Tagen muskelkräftigende Übungen für alle großen Muskelgruppen. Ab 65 Jahren zusätzlich an mindestens drei Tagen vielseitige Bewegung mit Gleichgewicht und Kraft.

Anstrengung auf einer Skala von 0 bis 10 im Verhältnis zur eigenen Leistungsfähigkeit: 5 bis 6 ist moderat, 7 bis 8 ist intensiv. Eine Minute intensiv zählt wie zwei Minuten moderat.

Aufwärmen

Aufwärmen in drei Phasen: Puls und Temperatur anheben, Muskeln aktivieren und Gelenke mobilisieren, dann zur Hauptbelastung hinführen.

  1. Anheben (40 Prozent) — vor Ausdauer: Die gewählte Ausdauerform ganz locker beginnen; vor Kraft: Gehen oder lockeres Laufen am Platz, Armkreisen
  2. Aktivieren und mobilisieren (40 Prozent) — vor Ausdauer: Dynamische Beweglichkeit, Ausfallschritt mit Rotation; vor Kraft: Dynamische Beweglichkeit, Unterarmstütz 20 Sekunden, Schulterbrücke 10 Mal
  3. Hinführen (20 Prozent) — vor Ausdauer: 3 bis 4 kurze Steigerungen auf das Tempo des Hauptteils; vor Kraft: Ein leichter Satz der ersten Übung

Ausklang: 2 bis 3 Minuten locker, dann zwei bis drei Dehnungen aus dem Modul Beweglichkeit.

Ausdauer

FormEinsteigerFortgeschrittenAmbitioniert
Gehen und Nordic Walking
gute Schuhe, wahlweise Stöcke
Zügiges Gehen; Sprechen in ganzen Sätzen bleibt möglich (5/10)Zügiges Gehen mit Anstiegen oder Nordic Walking (6/10)Nordic Walking, dabei 5 × 3 Minuten bergauf oder schneller (7/10)
Laufen
Laufschuhe
Wechsel aus 1 Minute Laufen und 2 Minuten Gehen; Laufanteil steigt von Woche zu Woche (5/10)Lockerer Dauerlauf (5/10)
Fahrtspiel: im Dauerlauf 6 bis 8 kurze schnellere Abschnitte nach Gefühl (7/10)
Lockerer Dauerlauf (5/10)
Intervalle: 4 × 4 Minuten zügig, dazwischen 3 Minuten Traben (8/10)
Radfahren
Rad, Helm
Flache Runde in gleichmäßigem Tempo (5/10)Hügelige Runde, Anstiege im Sitzen (6/10)Grundlage (5/10)
Tempoabschnitte: 3 × 8 Minuten zügig, 4 Minuten locker (7/10)
Schwimmen
Schwimmbad, Brille
Abwechselnd 50 m schwimmen und 30 Sekunden Pause, Lage nach Wahl (5/10)4 × 200 m ruhig, 45 Sekunden Pause, Technikschwerpunkt aus den Lernkarten (6/10)Grundlage (5/10)
8 × 100 m zügig, 30 Sekunden Pause (7/10)
Ruderergometer oder Heimrad
Ergometer
Gleichmäßig, Technik vor Tempo (5/10)3 × 10 Minuten, 2 Minuten locker (6/10)Grundlage (5/10)
6 × 3 Minuten zügig, 2 Minuten locker (8/10)
Wandern und Bergwandern
Wanderschuhe, Rucksack, Wetterschutz, wahlweise Stöcke
Ebene Wege oder sanfte Steigungen, gleichmäßiges Tempo; Sprechen in ganzen Sätzen bleibt möglich (5/10)Wege mit Steigungen, bergauf kurze Schritte, bergab mit Stöcken (6/10)Bergwandern in gleichmäßigem Tempo (5/10)
Bergauf 3 × 8 Minuten zügig, dazwischen ruhig weiter (7/10)
Skilanglauf klassisch
Langlaufski, Schuhe, Stöcke; gespurte Loipe
Diagonalschritt in der Ebene, kurze Pausen im Stehen (5/10)Diagonalschritt und Doppelstockschub im Wechsel, leichte Anstiege (6/10)Grundlage in welliger Loipe (5/10)
4 × 5 Minuten zügig am Anstieg, 3 Minuten locker (8/10)
Aquafitness und Aquajogging
Schwimmbad; für Aquajogging ein Auftriebsgürtel
Gehen und Laufen im brusttiefen Wasser, Arme im Rhythmus mitnehmen (5/10)Aquajogging im tiefen Wasser mit Gürtel, gleichmäßig (6/10)Aquajogging Grundlage (5/10)
8 × 2 Minuten zügig, 1 Minute locker (7/10)
Fitnesstanz
Musik mit gut hörbarem Takt, rutschfeste Schuhe
Grundschritte zur Musik in ruhigem Takt, ohne Sprünge (5/10)Folgen aus vier Grundschritten in zügigem Takt (6/10)Schrittfolgen gleichmäßig (5/10)
Choreografie in Blöcken zu 4 Minuten in schnellem Takt, 1 Minute Gehen (7/10)

Kraft und Zirkel

Kraft mit dem eigenen Körpergewicht

Matte, wahlweise Band

  • Kniebeuge mit eigenem Körpergewicht
  • Liegestütz
  • Beckenheben aus der Rückenlage
  • Ausfallschritt
  • Rumpfkraft in vier Stellungen
  • Vierfüßlerstand diagonal

Kraft mit Kurzhanteln

zwei Kurzhanteln, Matte

  • Kreuzheben mit Kurzhanteln
  • Kniebeuge mit eigenem Körpergewicht
  • Überkopfdrücken
  • Rudern vorgebeugt
  • Ausfallschritt
  • Rumpfkraft in vier Stellungen

Zirkel

Matte, Stufe oder Bank

  • Kniebeuge mit eigenem Körpergewicht
  • Liegestütz
  • Stufensteigen
  • Beckenheben aus der Rückenlage
  • Seitliche Sprünge über eine Linie
  • Rumpfkraft in vier Stellungen
  • Ausfallschritt
  • Vierfüßlerstand diagonal
StufeSätzeWiederholungenAnstrengungPauseZirkel: Arbeit / Pause / Runden
Einsteiger1 bis 210 bis 156/101 min30 s / 30 s / 2
Fortgeschritten2 bis 38 bis 127/101,5 min40 s / 20 s / 3
Ambitioniert3 bis 46 bis 12, zwei bis drei Wiederholungen in Reserve8/102 min45 s / 15 s / 3

Stationen nacheinander mit fester Arbeits- und Pausenzeit, nach jeder Runde eine Minute Pause. Die Uhr zeigt Station, Phase und Restzeit und gibt auf Wunsch einen Ton beim Wechsel.

Beweglichkeit und Gleichgewicht

Jede Dehnung 10 bis 30 Sekunden halten, zwei- bis viermal, bis zu einem leichten Ziehen, nicht bis zum Schmerz; an mindestens zwei bis drei Tagen je Woche.

Gleichgewicht immer mit Halt in Reichweite üben, etwa an einer Stuhllehne oder Wand.

Nach welchen Regeln der Plan entsteht

  1. Einheit = Aufwärmen (ein Fünftel der Zeit, 8 bis 15 Minuten) + Hauptteil + Ausklang (5 Minuten).
  2. Krafttage: 2 bei 2 bis 4 Trainingstagen, 3 ab 5 Trainingstagen oder beim Ziel Kraft; nie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, auch nicht von Sonntag auf Montag. Geht das nicht, bleibt es bei weniger Krafttagen.
  3. Bleibt kein Ausdauertag übrig, etwa bei einem oder zwei Trainingstagen, werden die Krafttage zu kombinierten Einheiten: je halber Hauptteil Kraft und Ausdauer.
  4. Die intensive Form (Fahrtspiel, Intervalle, Tempoabschnitte) kommt ab der Stufe Fortgeschritten einmal je Woche, am mittleren Ausdauertag, wenn es mindestens zwei Ausdauertage gibt.
  5. Der Hauptteil beginnt mit dem Startanteil der Stufe (60, 80 oder 90 Prozent) der verfügbaren Zeit und wächst je Aufbauwoche um den Steigerungssatz bis zur verfügbaren Zeit. Jede vierte Woche ist Entlastung mit 60 Prozent.
  6. Die Sätze je Kraftübung steigen nach je drei Aufbauwochen um einen, bis zum Höchstwert der Stufe; in Entlastungswochen gilt der Startwert. Eine Übung braucht je Satz rund 0,75 Minuten plus Pause; so viele Übungen, wie in den Hauptteil passen, mindestens drei.
  7. Ab 65 Jahren oder beim Ziel Beweglichkeit enthält jede Einheit einen Block Gleichgewicht und Beweglichkeit von bis zu 10 Minuten aus dem Hauptteil.
  8. Ausdauerzeit nach der Empfehlung: Hauptteil der Ausdauer mit Anstrengung 5 bis 6 zählt einfach; bei Anstrengung ab 7 zählt die Hälfte als intensiv und damit doppelt, die andere Hälfte einfach. Kraft, Zirkel, Aufwärmen und Ausklang zählen nicht zur Ausdauerzeit; Wege im Alltag zu Fuß oder mit dem Rad zählen zusätzlich.
  9. Geplante Sitzungsbelastung (Anstrengung × Minuten): Aufwärmen 3, Gleichgewichtsblock 3, Ausklang 2, Hauptteil mit der Anstrengung der Form.

Die Steigerung um 10 Prozent je Woche ist eine Voreinstellung aus der Praxis, keine belegte Grenze; sie gilt nur bei gleichbleibender Belastungsart.

Zum Trainingsplaner — Wochenplan, Einheit im Detail, Zirkeluhr, Kalenderdatei. Fachtext.

Einheiten selbst gestalten

Einheiten selbst zusammenstellen: Aufwärmen, Gymnastik, Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Dehnen in elf Trainingsformen von der Übungsfolge über Pyramide und Zirkel bis zum Minutenintervall — mit Mitmachuhr, Druckfassung und Austauschdatei.

Trainingsformen: Sätze, Pyramide, Leiter, Zirkel, Intervall, Minutenintervall, Runden auf Zeit

Übungsfolge

Die Übungen kommen nacheinander. Übungen mit Wiederholungen zählen, Übungen auf Zeit oder zum Halten laufen mit Uhr. Gut für Gymnastik, Mobilisation und Aktivierung.

Sätze

Klassische Form des Krafttrainings: Sätze mit gleicher Wiederholungszahl und Pause dazwischen.

Supersatz

Zwei Übungen für verschiedene Muskelgruppen folgen ohne Pause aufeinander; danach Pause. Spart Zeit.

Pyramide

Die Wiederholungszahl steigt von Stufe zu Stufe bis zur Spitze, fällt oder steigt und fällt wieder. Jede Stufe gilt für alle Übungen des Blocks.

Leiter

Runde 1: je eine Wiederholung beider Übungen, Runde 2: je zwei, bis zur obersten Sprosse. Ohne feste Pause; wer mehr Pause braucht, nimmt sie.

Zirkel

Jede Station läuft eine feste Zeit, dazwischen eine kurze Pause zum Wechseln; nach jeder Runde eine längere Pause. Gut für Gruppen und für Kraft und Ausdauer in einer Einheit.

Intervall

Arbeit und Pause wechseln in festem Takt, etwa 20 zu 10 oder 30 zu 30 Sekunden. Mehrere Übungen kommen der Reihe nach dran. Kurze, harte Intervalle nur nach gründlichem Aufwärmen.

Minutenintervall

Zu Beginn jeder Minute die festgelegten Wiederholungen; die übrige Zeit der Minute ist Pause. Mehrere Übungen wechseln von Minute zu Minute.

Runden auf Zeit

Eine feste Zeit läuft; darin werden die Übungen der Reihe nach mit festen Wiederholungen wiederholt. Gezählt werden die Runden. Die Form vor der Zahl: lieber eine Runde weniger.

Halten

Jede Übung wird eine feste Zeit gehalten, beidseitige Übungen je Seite. Für Dehnen nach dem Training und für Stützübungen.

Dauer

Eine Übung läuft ohne Unterbrechung, etwa lockeres Gehen, Laufen auf der Stelle oder Stufensteigen.

73 Übungen in 11 Arten: Puls heben, Mobilisation, Kraft Beine, Kraft Oberkörper, Rumpf, Gleichgewicht, Koordination, Ausdauer, Dehnen in Bewegung, Dehnen gehalten, Entspannung. Jede Übung mit Ausführung, Prüfpunkt, leichterer und schwererer Variante; viele auch im Sitzen.

Vorlagen: Aufwärmen allgemein; Gymnastik am Morgen; Zirkel Ganzkörper ohne Gerät; Pyramide Kniebeuge und Liegestütz; Kurzintervall 20 zu 10; Minutenintervall 12 Minuten; Runden auf Zeit, 15 Minuten; Leiter bis 10; Supersätze Beine und Oberkörper; Rumpf und Rücken; Kraft und Gleichgewicht für Ältere; Bewegungspause, 5 Minuten; Dehnen nach dem Training.

Planung von Training bei gesunden Personen. Kein Medizinprodukt, keine Therapie, keine Rehabilitation. Wer Beschwerden hat oder lange nicht trainiert hat, klärt vorher ärztlich ab (Werkzeug Sicherheit).

Training gestalten — Vorlage wählen, anpassen, mit der Uhr mitmachen, drucken oder als Datei weitergeben.

Quellen

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